Das Schulprofil der NMS Tux

 

1. Allgemeines zur NMS Tux

Standort

Unsere Neue Mittelschule liegt auf 1300m Seehöhe im Tuxertal am Fuße des Hintertuxer Gletschers im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. Mit ihren 4 Klassen und ca. 80 Schülern ist sie die kleinste NMS des Bezirkes Schwaz.

Mit unserer niedrigen Klassenanzahl ist eine Schwerpunktsetzung im herkömmlichen Sinn nicht möglich. Trotzdem versuchen wir unseren Schülern einen äußerst lebensnahen und modernen Unterricht zu bieten. Viele unterschiedliche Unterrichtsangebote wie Wahlpflichtfächer "Musisch-kreativ" oder "Natur und Technik" , unverbindliche Übungen und verschiedenartige Kurse und Projekte zeugen von einem sehr lebendigen Schulalltag. Durch den schulautonomen Beschluss  des Schulforums wurde die Eröffnungszahl für Projekte mit fünf Schülern festgelegt.

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Schulklima

Wir sind eine kleine Schule mit einem angenehmen Schulklima für Schüler, Eltern und Lehrer. Jeder kennt jeden, dadurch ist es möglich, die Gemeinschaft in verschiedenen Schulaktivitäten zu fördern.

Wir feiern gerne miteinander, sei es zu Weihnachten, bei Sportfesten, Preisverleihungen und Abschlussfeiern der Schulabgänger. Viele fix verankerte Schulveranstaltungen im Laufe der vier Jahre tragen zum Aufbau einer Klassengemeinschaft bei.

Aufbau einer Klassengemeinschaft

  • 1. Klasse:
    Alternative Wintersportwoche (Standort), 2 Schwimmtage + 1 Naturerlebnistag im Naturpark
  • 2. Klasse:  
    5 Erlebnistage im Naturpark mit Übernachtung, 2 Wintersporttage + 1 Naturerlebnistag im Naturpark
  • 3. Klasse:  
    Südtirolwoche mit sportlichen u. kulturellen Inhalten, 2 Wintersporttage zum Thema Sicherheit + 1 Naturerlebnistag im Naturpark
  • 4. Klasse:
  • Wienwoche, 2 tägige Radtour + 1 Naturerlebnistag im Naturpark     

Bei Elternsprechtagen, bei der Organisation unserer „Gesunden Jause“, bei Bazaren und anderen Veranstaltungen können wir immer auf die tatkräftige Mithilfe der Eltern zählen. Die Einnahmen füllen unsere Schulkasse und Klassenkassen. Wir bemühen uns gemeinsam um einen freundlichen Umgangston, Ordnung und Disziplin und schaffen somit ein Klassenklima zum Wohlfühlen. Außerdem ermöglicht ein gut strukturierter Schularbeiten – und Testkalender stressfreies Lernen.

Wissenswertes über unseren Schulalltag

Aufgrund der autonomen Ferienordnung (schulfreie Woche im Mai oder zu Pfingsten) beginnen wir das Schuljahr eine Woche früher als vorgesehen.

 Wir gestalten den Stundenplan so, dass unsere Schüler noch genügend Freizeit und Freiraum für persönliche Interessen haben. Das bedeutet:  Fünf-Tagewoche mit jeweils sechs Vormittagsstunden. Regulärer Nachmittagsunterricht mit zwei Stunden findet nur an maximal zwei Nachmittagen statt. Die restlichen drei Nachmittage sind für Kurse, Projekte und Förderunterricht reserviert.

Ebenfalls wurde an unserer Schule die Tagesbetreuung eingeführt. Wir haben dafür sehr gute Rahmenbedingungen geschaffen. Je nach Meldung wird dies bis zu fünf Tagen angeboten. Außerdem können sich Schüler aus exponierten lagen während der Mittagspause zur beaufsichtigten Mittagspause anmelden

 

 

Ausstattung unserer Schule

In allen Klassen, seit 2005/06 mit neuem Schulgestühl ausgestattet, befinden sich seit 2013  zwei Schülercomputer, ein Lehrercomputer sowie ein Beamer. Die Klassenräume werden alle individuell von den Schülern gestaltet.

Unsere gemütliche, kleine Bibliothek wird von den Schülern im Deutsch -und Englischunterricht besucht. Der bestens ausgerüstete Informatikraum motiviert noch zusätzlich beim Lernen und Arbeiten. Der Medienraum ist ebensomit einem Beamer und einer hochmodernen Musikanlage ausgestattet. Eine kleinere Kunstrasenfläche mit Fußball – und Volleyballplatz sowie ein Rasenplatz bieten ideale Vorraussetzungen für den Sportunterricht. In einem Gruppenraum wurde jetzt eine Aktive - Board installiert. Ziemlich neu ist auch unsere 75m2 große Kletterwand. Für den Unterricht in kleineren Gruppen stehen unseren Schülern genügend Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

2. Unsere Leitvorstellungen

Die Lehrerinnen und Lehrer der Neuen Mittelschule Tux setzen sich die Verwirklichung folgender Leitvorstellungen zum Ziel:

Einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen wir in der sozialen Entwicklung der Tuxer Schüler. Früh erlernte soziale Fähigkeiten sollen ihnen im späteren Leben den Weg zur Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit erleichtern.

Weiters sind wir bestrebt, vielfältigen, lebensnahen und lebendigen Unterricht zu bieten.

Das dritte Hauptanliegen sehen wir in der Nutzung unseres Standortes. Das Tuxertal ist von Tourismus und vielfältigen Sportmöglichkeiten geprägt. Wir stellen uns auch der Herausforderung eine Schule im Naturpark Zillertaler Alpen zu sein. Definiert wird Naturpark lt. Wikipedia als eine wertvolle Kulturlandschaft, die in ihrer heutigen Form bewahrt und gleichzeitig touristisch verankert werden soll. Die Kinder für diese komplexe Thematik zu sensibilisieren zählt zu unseren Leitvorstellungen.

Der Leitgedanke „Offen nach Außen“ soll Schule für das Umfeld erlebbar machen. Schüler, Lehrer und Eltern sollen gemeinsam an einem Strang ziehen.

 

3. Wie wollen wir unsere Ziele erreichen?

a) Soziale Entwicklung:

   ICH  -  DU  -  WIR

  • Selbstständigkeit ist ein Schlagwort, das in der Erweiterung der Verantwortungsbereiche der Schüler seinen Niederschlag finden kann. Konkret denken wir hier an die Verteilung von Aufgaben an Schüler, die der Gemeinschaft dienlich sind, zum Beispiel „Dienstleistungen“ wie Geld einsammeln, Fehlstunden eintragen, Klassenordnerdienste, Aufgaben eines Klassensprechers usw.. Eine Aufwertung derartiger Tätigkeiten lässt sich durch Ausstellung von Urkunden erreichen.

  • Unsere Schüler sollen Lernen lernen, d.h. sie sollen zur selbstständigen Informationsbeschaffung (Bücherei, Internet, gegenseitige Hilfestellung, ...) hingeführt werden.

  • „Miteinander – füreinander“ sind Schlagworte, die auf die Teamfähigkeit abzielen. Durch Einsatz offener Lernformen und Nutzung der Möglichkeiten des sozialen Lernens soll situationsgerechtes Rollenverhalten gelernt werden, z.B. Rollentausch, positive Auswirkungen des Arbeiten im Team erproben.

  • Schüler sollen Kritik üben und aushalten können. Auftretende Konflikte werden sofort durch verschiedene Sozialformen zu lösen versucht.

  • Andersartigkeit als Stärke eines einzelnen zu erkennen, ist Zielsetzung im Sinne von Integration. Wir wollen Gruppenbildungen und Außenseitertum entgegenwirken, indem verschiedene Gesprächsformen, kommunikative Sitzordnungen, Spiele, ... gezielt eingesetzt werden.

  • Die Schüler und Lehrer einer Klasse sollen eine funktionierende Gemeinschaft anstreben. Gute Beziehungen zueinander lassen sich durch gemeinsames Erleben stärken. So sind das gemeinsame Feiern von Festen, das Organisieren und Durchführen von Klassenfahrten sicher Möglichkeiten, diese Zielsetzung zu erreichen.

  • Die Klassenraumgestaltung beinhaltet viele Mittel, die Klasse als Lebensraum zu erfahren. Auch die gesamte Schulhausgestaltung soll Schülern und Lehrern ein Anliegen sein. Sich wohlfühlen ist oberstes Prinzip ( Lernecken).

b) Lebensnah und lebendig

Offene Lernformen, begünstigt durch die an der Kleinschule Tux geringen Gruppenschülerzahlen, ermöglichen Stationsbetriebe und die Auflösung der frontalen Sitzordnung. TEAMTEACHING wird in den Hauptfächern bereits sehr erfolgreich eingesetzt.

  • Spezielle Interessen und Begabungen der Schüler werden im Projektunterricht besonders unterstützt. Die Schüler entscheiden freiwillig aus dem breitgefächerten Projektangebot. (siehe Anhang)
  • Durch den Einsatz moderner Lehrmittel werden Schüler zu einem zukunftsorientierten Lernen, verbunden mit selbstständigen Wissenserwerb, hingeführt.
  • Mittlerweile arbeiten wir auch in LERNFELDERN zusammen. So wird der herkömmliche Unterricht durch Arbeiten an einem gemeinsamenThema in den verschiedensten Fächern ergänzt. In der 1.Klasse ist so ein übergeordnetes Thema "Feste feiern", in der 2. Klasse "Heimat und Tradition" in der 4. Klasse "Psychische und physische Gesundheit"

c) Standortbezogenheit:

Tourismus:
Im Fach Berufsorientierung werden Tourismuseinrichtungen besichtigt und erkundet. Weiters geben Leute aus der Gastronomie und Tourismus Einblick in ihre Tätigkeiten und Arbeitswelt. Wir haben uns z.B. drei Jahre lang intensiv mit der Geschichte des Tourismus im Tuxertal  auseinandergesetzt.

  • Sport:
    Aufgrund der topografischen Lage von Tux werden Sportarten wie Alpiner Skilauf, Langlauf, Snowboarden, Eislaufen, Rodeln aber auch Klettern, Wandern und Mountainbiken forciert. Die infrastrukturellen Einrichtungen des Ortes werden im Sportunterricht in hohem Maße genützt. Die Winter- und Sommersportwoche werden aus diesem Grund sehr oft in der näheren Umgebung durchgeführt. Sportveranstaltungen wie Schulskirennen alpin und nordisch, Triathlon sind beliebte Ereignisse. Überhaupt wird Sport an unserer Schule groß geschrieben! Hohe Teilnehmerzahlen an Projekten wie Tennis, Fußball, Klettern und alternativen Sportarten sind ein Indiz dafür.
  • Geschichte:
    Besonders ist uns ein Anliegen, die Geschichte des Tales in den Unterricht einfließen zu lassen. (Magnesitwerk, alte Gehöfte, Heimatmuseum, ...)
  • Naturparkgemeinde:
  • Die Gemeinde Tux unterstützt das Projekt Naturparkschule und beteiligt sich akiv an der Umsetzung der 16 Naturpark-Schule Kriterien.
    > Download der 16 Kriterien als PDF-Dokument

d) Offen nach außen:

  • Durch Aktionen wie „Tag der offenen Tür“ oder Projektpräsentationen wird es den Eltern ermöglicht, Einblick in den Schulalltag zu nehmen. Überhaupt werden die Eltern immer wieder in das Schulgeschehen eingebunden (gemeinsame Sportveranstaltungen mit Familienwertung, Schulcafè, Preisverteilungen, Comenius Veranstaltungen, Erstellen einer Haus- u. Schulordnung...)
  • Bei Ausstellungen von Schülerarbeiten im Heimatmuseum Mehlerhaus , Schülertheater usw. kann sich die Öffentlichkeit ein Bild von den besonderen Fähigkeiten unserer Schüler machen
  • Eine Besonderheit stellt sicher die von Schülern gemachte Dorfzeitung „Tuxer Prattinge“ dar, in welcher neben dem aktuellen Gemeindegeschehen auch vermehrt über Schul– und Schüleraktivitäten berichtet wird.
  • Mit dem Austauschprogramm „Comenius“ wurde Kontakt zu anderen europäischen Schulen  aufgenommen und versucht, Schulpartnerschaft lebendig werden zu lassen. Von 2001 -2004 haben wir am europaweiten Comenius-Projekt "Schools in motion" teilgenommen, von 2008-2010 war dies "EU(you) can communicate". Wir pflegen noch immer den Kontakt zu unseren Partnerschulen aus Deutschland und Ungarn.

 

4. Maßnahmen zur Qualitätssicherung

In regelmäßigen Klassenkonferenzen soll die jeweilige Klassensituation hinterfragt und von den Schülern selbst beurteilt werden. Jegliche Verbesserungsvorschläge werden dabei auf sachlicher Ebene dargebracht. Gerne dürfen auch Ideen der Eltern und der in der Klasse unterrichtenden Lehrer eingebracht werden.

  • Der teilweise selbstständige Wissenserwerb der Schüler (siehe „Lebensnah und lebendig“) erfordert eine regelmäßige mündliche und schriftliche Lernzielkontrolle.
  • Unterrichtbeobachtungen und Mitarbeitergespräche sind unverzichtbare Instrumente für eine Qualitätssteigerung.
  • Absolventenbefragungen liefern uns wertvolle Aufschlüsse über die Qualität unserer Schule
  • Auch werden an unserer Schule Lehrer, Schüler und Elternbefragungen durchgeführt.
  • Zusammenkünfte zwischen Schule, Gemeinde und Tourismusverband sollen die Standortbezogenheit und die tatsächliche Umsetzung im Unterricht sichern und stärken.

     

    hauptschule tux 2013

    Neue Mittelschule Tux - Naturparkschule

    Auen 354, 6293 Tux

    T: +43 5287 87535
    F: +43 5287 86935
    M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    W: www.nms-tux.tsn.at

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